Pferdegeschichtlich über mich

Ich möchte euch etwas im Bezug auf mein Leben mit den Pferden erzählen! :)

Mit Pferden hatte ich schon sehr früh zu tun durch meinen Vater und meine Schwester. Der eigentliche Pferdenarr war früher mein Vater, dadurch waren wir ab und zu bei Bekannte und durften Pferde tätscheln und drauf sitzen......in schwacher Erinnerung bei mir, da ich erst so um die drei, vier Jahre alt war.

Meine Schwester, die fünf Jahre älter ist als ich, durfte dann zum Reiten beginnen. Ab da war dann regelmäßiger Kontakt zu Pferden, da ich schließlich natürlich dabei sein musste. Um mich zu besänftigen, durfte ich dann ab und zu mal Pony reiten.

Mit neun Jahren wars dann endlich so weit, ich durfte reiten lernen. Ich lernte Englisch reiten und machte das große Hufeisen. Hier als Kind total stolz, dass ich das alles mit Bravour meisterte.

Weiter mit zwölf Jahren bekam ich mein Pflegepony bzw heute Reitbeteiligung genannt. Mit ihr gäbe es auch einige Geschichten zu erzählen.

Ich ritt sie damals ein. Mit Wassertrense, aber auch teils gebisslos. Ohne Sattel, weil ich mir keinen leisten konnte. Aber die Maus war eh rund gebaut und mein Fliegengewicht machte ihr nichts aus.

Was uns beiden gerade einfiel, das stellten wir an. Ausritte, Spaziergänge, auf Koppel gemeinsam Zeit verbringen. Meine Schwester hatte auch ein Pflegepferd in der Nähe und wir trafen uns ab und zu. War ein lustiges Bild beim Ausreiten, Trakenerstute lang und staksig, neben kleinem runden Wuschelpony.

Sie wurde eine sehr gute Freundin und ich denke heut oft noch an sie. Leider spaltete sich unser Weg aus anderen Gründen.....sie war ja nicht mein Pony, aber es war eine tolle Zeit mit ihr!

Kurz darauf durfte ich dann weiter bei Bekannten reiten und es entwickelte sich, dass ich dadurch wieder ein Pflegepferd fand. Einen Halbbruder von meinem jetzigen Wallach. Er hatte eine Westernausbildung hinter sich und wurde freizeitmäßig geritten. Er wurde mein absoluter Liebling und machten viele Ausritte, teils Umritte.

Neben meinem Leben mit den Pferden taten sich viele Dinge und meine Eltern hatten die Absicht nochmal Haus zu bauen. Aber bevor dies begann, erblickte ich meinen treuen Wegbegleiter!

Mein jetziger Arabohaflinger Assis. Er wurde damals zum Schlachtpreis verkauft, da die Vorbesitzer, die er bis dahin hatte, an ihm scheiterten und nur noch alles schlimmer machten. Die Vorgeschichten, die ich erfuhr, stellten einem die Haare auf und man brauchte sich nicht wundern, dass er sich nur noch am Kopf anfassen ließ. Ich ließ mein Pflegepferd los, da er damals nie und nimmer zum Verkauf stand und mir Assis nicht mehr aus dem Kopf ging.

Damals war ich dann tagtäglich bei Assis und großer Streit war da, ob das Pferd gekauft werden soll oder nicht. Ich mit meinen 14 Jahren war so verzaubert von ihm und beharrte darauf ihn zu haben.....

Ein Satz habe ich immer noch im Kopf: Ein halbes Jahr bekomme ich, dass das Pferd handsam wird und sich reiten lässt. Ansonsten wird er wieder verkauft....... Harte Worte, aber das war mir gleich. Wir gingen unseren gemeinsamen Weg!

Wir stellten ihn in einem Stall unter und ab da war ich Tag für Tag bei ihm. Wir wuchsen zusammen.

Mein Papa unterstützte mich mit ihm. Ein halbes Jahr drauf war unser eigener Stall fertig. Meine Schwester hatte in der Zwischenzeit auch ein Pferd gefunden und beide durften in dem neuen Stall einziehen. Die beiden fühlten sich schnell sehr wohl und verstanden sich gut.

Von da an machten wir viele gemeinsame Ausritte. Assis und ich waren dicke Freunde geworden. Ich arbeitete viel mit ihm und er hatte nur noch selten Aussetzer.

Danach hatte ich teils leider nicht mehr so viel Zeit mit meiner schulischen Ausbildung und Arbeitsmäßig, aber Zeiten ändern sich und ich hab wieder mehr Zeit für ihn. Vor ein paar Jahren kam noch meine Traberstute dazu, da sie der Besitzer hergab, weil sie zu nervös für die Trabrennbahn war. Meine Schwester tat ihren Wallach zu sich heim, der leider letztes Jahr von uns gehen musste.

Meine beiden lieben Vierbeiner verstehen sich prächtig und ich bin so froh sie zu haben.

Durch meine Behandlungen, die die beiden genossen, konnte ich beide nochmals gut unterstützen.

Sie präsentiert sich jetzt richtig und hat viel mehr Selbstvertrauen. Er findet etwas mehr Ruhe und seine Dominanz ist ausgeglichener.

So, ich hoff das hat euren Einblick etwas gebessert. :)

Eure Lissy

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